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Die Blutschule - Max Rhode alias Sebastian Fitzek


Inhalt


Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ...
(Quelle: Klappentext)

Meine Meinung


Sebastian Fitzek schrieb "Die Blutschule" als Vorgeschichte bzw. Buch im Buch für "Das Joshua Profil" unter dem Namen Max Rhode. Max Rhode selbst ist Protagonist in "Das Joshua Profil" und sein Buch "Die Blutschule" spielt eine zentrale Rolle in diesem. Diese Idee hat mir richtig gut gefallen und daher wollte ich "Die Blutschule" auf jeden Fall vor dem "Joshua Profil" lesen. 

Ich habe die Geschichte zu Weihnachten als Hörbuch geschenkt bekommen und mich sehr darauf gefreut sie endlich anzuhören. David Nathan war mir als Sprecher bereits aus unter anderem "P.S.: Ich töte dich" positiv in Erinnerung geblieben. Er liest auch diese Erzählung wunderbar bedrohlich vor und konnte damit viel Spannung erzeugen.

Ich war anfangs voller Erwartung auf diesen etwas anderen 'Fitzek' und hatte bereits gehört, dass der Thriller Horror und übersinnliche Elemente beinhaltet, was mich aber nicht abschrecken konnte. Sowohl der Klappentext, als auch die Andeutungen des Autors am Anfang des Buchs geben schon einen Teil der Entwicklung der Geschichte preis. Anschließend wird über eine längere Zeit beschrieben, wie es dazu kommen kann. Die Erzählung baut sich langsam auf und damit steigt die Spannung. Gleichzeitig erhöhten sich meine Erwartungen an die Erklärungen für alles Angedeutete. 

Als der Knackpunkt dann erreicht wurde, der den Umbruch der Geschichte ermöglichte, nahmen die übersinnlichen Horrorelemente überhand. Die Erklärung dafür war schon zuvor angedeutet und so fieberte ich auch nicht auf eine Auflösung hin. Max Rhodes/Sebastian Fitzeks Intention ging wohl dahin, den Leser hier mit schauerlichen Erzählungen zu gruseln und ihn so zu fesseln. Bei mir hat das leider nicht so ganz geklappt. Ich langweilte mich eher und fragte mich, wie viel noch passieren muss, bis es endlich auf das Ende zugeht. Natürlich gab es auch in diesem Teil spannende Stellen, die mich wieder überzeugen konnten, aber insgesamt lag mir der Schwerpunkt hier zu sehr auf dem Übersinnlichen. Alleine für sich, hätte mich das noch gar nicht so sehr gestört. Ich mag Fantasy, Horrorelemente und Genremix. Ich habe kein Problem damit mich ein bisschen zu gruseln - im Gegenteil, aber das Gruseln stellt sich bei mir nicht ein, wenn irgendwelche schwarze Magie auf einmal grundlos um sich greift. Da suche ich eher nach dem Sinn dahinter. 

Mein Problem mit der "Blutschule" war, dass der Horroraspekt einfach in die Geschichte geworfen wurde ohne eine sinnvolle Erklärung oder einen tieferen Grund, der alles ein bisschen enger an die Realität geknüpft hätte. Mir hat hier einfach der 'Aha-Moment' gefehlt. Sebastian Fitzek hat es mit "Der Nachtwandler" geschafft, dass eine meiner besten Freundinnen hinter ihren Kleiderschrank schauen musste, bevor sie einschlafen konnte und auch mir kam bei vielen seiner Bücher eine Gänsehaut. "Die Blutschule" legt es gerade auf ein solches Gruseln oder zumindest Erschauern an und dennoch lies sie mich von all seinen bisherigen Werken am kältesten. Neben allen Horrorelementen blieb der Spannungsaufbau der Geschichte leider weit zurück.

Ein weiterer Kritikpunkt, den ich an "Der Blutschule" habe ist, dass weder eine aktuelle Problematik, noch ein moralisches Gut oder ein sonstiger tieferer Sinn vermittelt wird. Sebastian Fitzeks Bücher greifen für gewöhnlich so spannende Themen auf, dass ich immer wieder von der Tiefe der Geschichten verblüfft wurde, aber "Die Blutschule" empfand ich als nichtssagend. Es kam mir so vor, als würde dieses Buch nur bestehen, um "Das Joshua Profil" zu ergänzen, was für sich ja eine tolle Idee ist, alleine gesehen aber ein mittelmäßiges Buch ergibt, dass man nicht unbedingt lesen muss.

Leider hat mich die Geschichte der "Blutschule" enttäuscht. Das lag vor allem daran, dass ich einen 'richtigen Fitzek' erwartet habe, aber auch ein eigenständig überzeugendes Buch und nicht nur den Annex zu einem größeren Roman.


"Die Blutschule" von Max Rhode alias Sebastian Fitzek
Gelesen von David Nathan
Verlag: Lübbe Audio | Minuten: 266
ISBN: 978-3-7857-5194-7
im Bücherschiff kaufen

Kommentare:

  1. Hallo Ciri,
    wieder einmal eine sehr aussagekräftige und schöne Rezension. Ich habe bislang noch kein Buch von Fitzek gelesen und ich fürchte das kommt schon fast einer Bildungslücke gleich ;o)
    Welches ist denn dein persönliches Lieblingsbuch von ihm? Wieviele Bücher hast du bislang von ihm gelesen?

    Liebe Grüße Tanja :o)

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    1. Huhu Tanja,
      vielen lieben Dank!
      Oh ja, das ist tatsächlich fast eine Bildungslücke. :D Meine Lieblinge von ihm sind die älteren Thriller mit psychologischen Aspekten, die noch ohne viel Blut auskamen. Splitter ist wahrscheinlich mein Lieblingsbuch, aber die Therapie und Nachtwandler haben mir auch sehr gut gefallen. Das sind alles so Bücher, bei denen man auch als Leser lange im Ungewissen bleibt, was real ist und was nicht. Mittlerweile habe ich alle von ihm gelesen, bzw. die meisten gehört.

      Alles Liebe!

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    2. Hmmm... dann muss ich da wohl irgendwann auch ran. Das hört sich ja sehr gut an :o)

      Ganz liebe Grüße Tanja :o)

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    3. Huhu Tanja,
      schön, dass ich dich dafür begeistern konnte. :) Ich bin dann mal gespannt, ob dir eins zusagt.

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