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Wie Sterne so golden - Marissa Meyer | Luna Chroniken 3

Zopf, Rezension

Spoilerwarnung: Dies ist der dritte Band der Luna Chroniken. Meine Rezension beinhaltet Spoiler bezüglich der vorherigen Bände. Wer die anderen Teile noch nicht kennt, kann sich hier stattdessen gerne die Rezension zum ersten Buch "Wie Monde so silbern" durchlesen.

 

Inhalt


Cinder und ihre Freunde suchen verzweifelt nach einem Weg Königin Levana von ihren Machenschaften abzuhalten. Währenddessen sitzt Cress, die lunarische Hackerin, die Cinder vor Levanas Plänen warnte, in einem Satelliten auf Erdumlaufbahn fest und wird für Levanas Zwecke missbraucht. Ihre Herrin Sybil ist der einzige Mensch, den sie in unregelmäßigen Abständen sieht und diese Besuche sind auch nicht gerade das Angenehmste, was sie sich vorstellen kann. Cress hat schon lange heimlich die Seiten gewechselt und arbeitet nun gegen Levana. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass endlich ein strahlender Held vorbei kommt um sie aus ihrem Gefängnis zu retten.

 

 Meine Meinung


Voller Ungeduld sparte ich mir "Wie Sterne so golden" als letzten schon erschienen Band der Luna Chroniken auf, um nicht so lange auf "Wie Schnee so weiß" warten zu müssen. Doch jetzt packte es mich und zum Anlass des Mädelsabends, begann ich doch mit diesem Buch. Der Band ist mit 569 Seiten der bisher dickste der Reihe, was für mich aber nicht sonderlich ins Gewicht fiel, da auch dieses Buch innerhalb weniger Tage weg gelesen werden kann. Denn der Suchtfaktor ist wie auch in den Vorgängerbänden immens.

In Cress findet sich eine weitere wunderbar ausgestaltete Protagonistin. Während Cinder geradlinig, forsch und weitestgehend besonnen ist, Scarlet impulsiv und gefühlsbetont ist, ergänzt Cress die beiden durch ihre liebevolle, schüchterne und zurückhaltende Art. Dadurch, dass sie sieben Jahre lang so gut wie keinen Kontakt zur Außenwelt hatte, empfindet sie anfangs meistens Angst gegenüber fremden Menschen, fühlt sich unwohl, wenn sie unter mehreren Menschen spricht und alle Augen auf sich spürt und hält sich am liebsten im Hintergrund. Gleichzeitig ist sie neugierig auf all das, was ihr bisher vorenthalten wurde und möchte die Erde und ihre Bewohner kennen lernen. Dazu kommt ihre große Fähigkeit als Hackerin und all das Wissen, was sie als Spionin für Levana angesammelt hat. Insgesamt ist Cress daher eine vielschichtige Person mit einer traurigen Vergangenheit, die vor allem sehr schüchtern und süß wirkt, aber auch ihre eigenen großen Momente hat.

Auch Kapitän Thorne bekommt einen größeren Platz in Cress' Geschichte, denn insgeheim hat sie ihn zu ihrem Retter erkoren. Durch einen Unfall werden die beiden zu einer Schicksalsgemeinschaft und müssen sich zu zweit ihren Weg erkämpfen. Es macht unheimlich viel Spaß zu beobachten, wie der Draufgänger Thorne auf die kleine süße Cress reagiert und wie sich das Verhältnis der beiden entwickelt. 

Die Geschichte nimmt sehr schnell Fahrt auf. Während ich am Anfang nicht mit dem Lesen aufhören konnte, weil ich mich so gefreut habe alle Charaktere wieder zu sehen, stürzte die Handlung nach einer kurzen Hinführung schon in den ersten Konflikt und konnte mich mit ihrer Spannung fesseln. Im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden, in denen vor allem das Ende mit Action dominierten Szenen beeindrucken konnte, hielt sich die Spannung hier fast die gesamte Zeit und es kam immer wieder zu brenzligen Situationen und Kämpfen. 

Dabei blieb Marissa Meyers eigener Humor aber nicht auf der Strecke. Es gab viele Stellen, an denen ich lachen musste, meistens wegen Ikos oder Thornes Äußerungen, aber auch wegen so mancher Situationskomik.

" 'Wir sind auf einem Raumschiff, Cinder. Im All!' Er deutete auf die Wand. Es war zwar keine Außenwand, aber Cinder hielt es nicht für notwendig ihn darauf hinzuweisen. " (S. 550)

Auch den Gefühlen der Charaktere wurde wieder genug Platz eingeräumt, sodass diese actionreiche Geschichte mit einer Prise Liebe eine wunderbare Mischung ergibt.

 "Aber vielleicht hast du Recht, vielleicht gibt es so etwas wie Schicksal gar nicht. Nur Gelegenheiten - und das, was wir aus ihnen machen. Ich glaube langsam, dass uns die große Liebe nicht einfach in den Schoß fällt. Wir müssen sie selbst gestalten." (S. 531)

Wie auch in den Vorgängerbänden ist mir auch hier wieder positiv aufgefallen, wie gut es Marissa Meyer versteht ernste Thematiken, wie Rassismus und Ausgrenzung spielend in ihre Geschichte einzubauen. Während es in "Wie Monde so silbern" vor allem darum ging, dass Cyborgs in der Gesellschaft des Asiatischen Staatenbunds benachteiligt werden und als minderwertig angesehen werden, setzt sich in "Wie Sterne so golden" Prinz Kai zum ersten Mal ernsthaft mit der Thematik auseinander, sodass dem Leser seine Gedanken dazu zu Teil werden.

Außerdem wird das Problem weiter gestrickt. Denn auch auf Luna wird eine Bevölkerungsgruppe verfolgt und als minderwertig betrachtet - die Hüllen, die nicht über den lunarischen Zauber verfügen und auch nicht für ihn empfänglich sind. Ich finde es sehr gelungen, wie Marissa Meyer diese Problematiken darstellt und ihre Folgen, gerade auch auf Betroffene zeigt. Auf der einen Seite gibt es Cinder, die als Cyborg verbittert und verärgert über ihre Schlechterstellung denkt, es aber gelernt hat damit umzugehen. Auf der anderen Seite zeigt und Marissa Meyer Cress, die ihr Leben lang unter Ausgrenzung, Experimenten und Gefangenheit leiden musste und sich selbst manchmal als minderwertig ansieht.

Insgesamt hat mir "Wie Sterne so golden" wieder sehr gut gefallen und ich kann es kaum erwarten, dass der letzte Band "Wie Schnee so weiß" herauskommt. Er ist bereits vorbestellt. Die Reihe kann ich wirklich jedem ans Herz legen, ganz egal, ob er Science Fiction oder Märchen mag, oder nicht.



"Wie Sterne so golden" von Marissa Meyer
Übersetzt von Astrid Becker | Originaltitel: Cress
Verlag: Carlsen | Seiten: 569
Reihe: Luna Chroniken Band 3 | Band 1: "Wie Monde so silbern" | Band 2: "Wie Blut so rot"
ISBN: 978-3-551-58288-1

Kommentare:

  1. Hey Ciri,

    jetzt hast dus also doch schon gelesen. ;)
    Ich liebe die Reihe einfach und freue mich auch schon sehr auf das Finale. Vorbestellt habe ich es zwar nicht, aber ich werde direkt zur Buchhandlung stürmen, wenn es rauskommt. ♡

    Liebe Grüße,
    Lena :)

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    1. Hallo Lena!
      Ja, hatte es schon zwei Tage später durch. Ging ziemlich schnell. Wir dürfen uns nur nciht von den Englischlesern spoilern lassen. ;)
      Alles Liebe!

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    2. Alles klar, ich darf euch nicht spoilern. Ist notiert. ^^ Ich habe mit die englische Ausgabe nämlich schon vorbestellt und freue mich schon soo sehr darauf. =D
      Klasse, dass du den dritten Teil auch so toll fandest. ♥ Mal aus Neugier: Welchen Teil findest du bisher denn am besten? =)

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    3. Huhu Julia,
      oooh ja. Sonst gibts Mord und Totschlag ;) Ich glaube, ich fan den ersten Teil noch am besten, auch wenn mir der dritte fast genau so gut gefallen hat. Wahrscheinlich auch, weil ich mittlerweile meine Ansprüche ganz stark nach oben gedreht habe, da der erste mich so überrascht hat. Du magst den dritten am liebsten, oder?

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    4. Ich bin jetzt echt versucht, euch doch irgendeine Kleinigkeit zu verraten. ^^ Ja, bei mir ist es der dritte. Ich LIEBE Cress. ♥ Bei mir lagen die drei Teil auch nicht soo weit auseinander, deshalb hatte ich das Problem zum Glück nicht. =)

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