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Furchtlose Liebe - Alexandra Bracken | Die Überlebenden 2

"Und manchmal passiert einem das Leben einfach, und man kann ihm nicht ausweichen. Es kracht voll in einen rein, weil es sehen will, aus was für einem Holz man geschnitzt ist." (S. 367 f.)

Spoilerwarnung: Dies ist der 2. Band einer Reihe. Die Rezension beinhaltet Spoiler bezüglich der vorherigen Bände.
- Rezension zu Band 1 Die Überlebenden

 

Inhalt



Nachdem Ruby sich mehr oder weniger freiwillig der Children's League angeschlossen hat, versucht sie ihre Aufgaben gut wie möglich durchzuführen, um die League eines Tages wieder verlassen und ihren Freund Liam suchen zu können. Dank des Trainings lernt sie besser mit ihrer Kraft, die Gedanken anderer Menschen manipulieren zu können, umzugehen, versucht aber auch ihre eigenen Gefühle zu kontrollieren und sich nicht zu heimisch zu fühlen. Doch in der League scheint es gefährliche Gegner des Kinder-freundlichen Kurses ihres Anführers zu geben. Um diesen Einhalt zu gebieten muss Ruby auf eine geheime Mission, die sie Liam näher bringt.

 

Meine Meinung


Nachdem der erste Band "Die Überlebenden" mich so sehr fesseln konnte, fing ich so schnell wie möglich mit dem zweiten Teil an und auch er ließ nicht lange mit spannungsgeladenen Actionszenen auf sich warten. So konnte ich direkt wieder in Rubys Geschichte eintauchen, als hätte ich Band 1 erst gestern beendet.

Der Inhalt dieses Buches ist voll gepackt bis obenhin mit purer Spannung. Ich kann mich an kaum eine Situation erinnern, in der keine Gefahr gedroht hat. Dies hat bei mir einerseits dazu geführt, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und nur so über die Seiten gesprungen bin, andererseits aber doch immer wieder stoppen musste, um die Handlung voll aufnehmen zu können.

Dennoch findet Alexandra Bracken auch hier wieder passende Momente um ruhigere Szenen und Gedanken einfließen zu lassen. Dabei lässt sie Ruby, wie auch im ersten Teil, viel Geschehenes reflektieren, wobei auf ungekünstelte aber poetische Art sehr viel Überdenkenswertes entsteht.

"Es sind nicht Gespenster, die den Menschen heimsuchen - es sind ihre Erinnerungen." S. 125

Trotzdem ist Teil zwei der Reihe anders als der erste Teil. Zum einen liegt das an Ruby. Sie hat in vielerlei Hinsicht mit ihrer folgenschweren Entscheidung am Ende des ersten Teils zu kämpfen. Sie leidet darunter, Liam nicht sehen zu können und sich aus seinem Gedächtnis gelöscht zu haben. Auch Chubs, den sie schwer verwundet zurücklassen musste, fehlt ihr. 

Zusätzlich muss sie mit den neuen Begebenheiten innerhalb der League klarkommen, sich als Teamführerin bewähren, gleichzeitig aber in der Rangordnung einordnen. Mit der direkten Chefin Cate besteht ein angespanntes Verhältnis und ihre Teamkollegen machen es ihr auch nicht leichter, da sie ihr entweder - wie Vida - das Leben schwer machen wollen, oder  - wie Jude - nicht alleine auf sich aufpassen können, sodass Ruby sich auch noch um ihn kümmern muss. Dabei möchte sie sich gerade nicht psychisch an die League binden, um eines Tages ohne Gewissensbisse türmen zu können.

Dadurch konzentriert Ruby sich vollständig auf ihre eigenen Ziele, arbeitet gut für die League, ist aber sehr abweisend und einsam. Sie macht große Fortschritte dabei ihre Kräfte einzusetzen und zu akzeptieren. Insgesamt ist sie eine abgehärtete, ernstere Person, als diejenige, die wir aus dem ersten Teil kennen.

Auch die Welt scheint düsterer geworden zu sein. Der Hautstützpunkt der League befindet sich in einem unterirdischen, kahlen Tunnelsystem und auch Rubys Mission bringt sie in kalte, dreckige Gegenden. Man erfährt mehr über das trostlose Leben der normalen Bevölkerung und über verwahrloste andere Überlebende. Auch weitere Personen, die wir aus dem ersten Teil kennen, haben sich verändert, in den meisten Fällen zum Negativen, wodurch die Geschichte aber nur an Glaubwürdigkeit gewinnt.

Obwohl mir diese düstere Atmosphäre und die ernsteren Gedanken gut gefallen haben, hätte ich mir doch ein wenig mehr Lichtblicke gewünscht, einfach weil ich sie dank Teil 1 erwartet hatte. Sternabzug gab es von mir auch dafür, dass ich gegen Ende ein paar Entscheidungen der Hauptfiguren einfach nicht nachvollziehen konnte, z.B. begeben sich Ruby und Vida in eine eventuell gefährliche Situation, obwohl sie gewarnt waren und dafür eigentlich keinen Grund bestand. Dies sind aber nur kleine Kritikpunkte, die diesem wirklich sehr guten Buch kaum schaden.

Der zweite Band ist der würdige Nachfolger eines wunderbaren ersten Bands, der eine andere Atmosphäre, reichlich Spannung und viele neue Entwicklungen mit sich bringt. Er ist ein Muss für jeden Fan des ersten Teils und ich warte jetzt schon ungeduldig auf den nächsten Band der Reihe.



"Furchtlose Liebe" von Alexandra Bracken Alexandra Bracken
Übersetzt von Marie-Luise BezzenbergerOriginaltitel: Never Fade
Verlag: Goldmann | Seiten: 576
Reihe: Die Überlebenden, Teil 2 | Rezension zum 1. Teil 
ISBN: 978-3-442-47909-2

Hier findet ihr das Buch beim Verlag. Ich möchte mich ganz herzlich für das Zuschicken bedanken!

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