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Die Überlebenden - Alexandra Bracken | Die Überlebenden 1

Überlebenden Rezi

  Inhalt



Ruby ist eine der wenigen, die einen Virus überlebt haben, an dem die meisten Kinder von 8-14 Jahren gestorben sind. Da die Überlebenden übernatürliche Kräfte besitzen werden sie in Lagern gefangen gehalten und überwacht. Ruby wird schließlich zur Flucht verholfen und sie schließt sich einer kleinen Gruppe anderer Jugendlicher an, die auf der Suche nach einem sicheren Ort sind.

 

Meine Meinung


Mit "Die Überlebenden" von Alexandra Bracken habe ich eine weitere Reihe begonnen. Das Buch wurde mir freundlicher Weise vom Verlag zugeschickt, wofür ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken möchte. Schon alleine das Cover gefällt mir unheimlich gut, insbesondere ist die Vorderseite texturiert und es lohnt sich, auch schon dafür das Buch im Bücherladen zur Hand zu nehmen und ein Mal darüber zu streichen.

Die Geschichte wird aus Rubys Sicht erzählt. Ruby entwickelt sich trotz aller Schicksalsschläge in ihrer Vergangenheit zu einer starken Persönlichkeit. Anfangs agiert sie noch sehr zurückhaltend und abwehrend, was aber aufgrund der langen Lagerjahre verständlich ist. Sie nimmt sich in Krisensituationen meist ihren Moment Zeit um die Lage einzuschätzen und nicht unüberlegt zu handeln. Im Lauf der Geschichte versucht sie Freunde und Geborgenheit zu finden, trägt aber die Last ihres eigen Geheimnisses mit sich. Insgesamt mochte ich Ruby sehr gerne und empfand ihre überlegte Denkweise als authentisch. Auch die anderen Charaktere wie der gutherzige Liam, die verängstigte aber aufblühende Su und der skeptische Chubs haben mich mit ihrer Vielschichtigkeit überzeugt.

In der Erzählung jagt eine Bedrohung die nächste. Ruby und ihre Gefährten kommen fast nie zum Stillstand. Die Gruppe Jugendlicher wird von verschiedenen Seiten gejagt, sodass es immer wieder zu Auseinandersetzungen kommt. Dazwischen kommt ein (für mich unerwartetes) Roadtripfeeling auf. Es wurden auch großer Freundschaft und einer aufkeimenden Liebesgeschichte Platz eingeräumt. 

" "Weißt du, ich bin ein Monster. Ich bin eine von den Gefährlichen."
"Nein, das bist du nicht", versprach er. "Du bist eine von uns." "

Das Buch war vor allem nach Rubys Flucht für mich durchgängig spannend, voller unvorhersehbarer Wendungen und somit ein richtiger Pageturner. Auch die Stimmung einer verarmten USA mit verlassenen Häusern und Straßen, hoher Arbeitslosigkeit, Benzin- und Lebensmittemangel fand ich interessant und sie hat mich in gewisser Weise an das Gefühl erinnert, das die Serie "The Walking Dead" rüberbringt. 

Alexandra Brackens Schreibstil ist sehr angenehm, schnell und leicht zu lesen. Die durchgängige Spannung wird immer wieder durch den sehr eigenen, etwas markaberen Humor aufgelockert.

"Das musste der unechteste Optimismus-Versuch sein, seit meine Lehrerin in der vierten Klasse einmal argumentiert hatte, dass wir ohne die toten Kinder in unserer Klasse besser dran seien, weil der Rest von uns auf dem Spielplatz dann öfter schaukeln könnte."

Insgesamt wurde aus einer neuen, schönen Grundidee eine spannende Dystopie geschaffen, die es sich zu lesen lohnt. Das Ende ist in gewisser Weise abgeschlossen, das Buch kann aber trotzdem nicht alleine gelesen werden, was aber nicht schlimm ist, da die Geschichte definitiv Lust auf mehr macht. Ich werde mir den zweiten Band schon bald holen. 


 

"Die Überlebenden" von Alexandra Bracken
Übersetzt von Marie-Luise BezzenbergerOriginaltitel: The Darkest Minds
Verlag: Goldmann | Seiten: 544
Reihe: Die Überlebenden, Band 1
ISBN: 978-3-442-47908-5

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