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Ich fürchte mich nicht - Tahereh Mafi | Shatter me 1

Inhalt


Ihr Leben lang war Juliette allein, eine Ausgestoßene - ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, ihre Kräfte sind unmenschlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Juliette weigert sich, beschließt zu kämpfen. Gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch - und ihre größte Furcht...
(Quelle: Klappentext)


Meine Meinung


Bei diesem Buch hat mich das Design des, im Goldmann Verlag erschienenen Taschenbuchs, so sehr angesprochen, dass ich die Finger einfach nicht davon lassen konnte. Tahereh Mafis Debütroman "Ich fürchte mich nicht" verschlang ich dann auch an einem Wochenende voller Zugfahrten und setzte nur ab, wenn es wirklich sein musste.

Die beiden Hauptcharaktere Juliette und  Adam haben mir sehr gut gefallen. Juliette leidet wegen ihrer besonderen "Fähigkeit", die sie als einen Fluch ansieht. Seit ihrer Kindheit musste sie als Ausgestoßene leben und hatte nie normale soziale Kontakte. Aufgrund dessen wirkt sie anfangs verschlossen und abweisend, muss sich sogar zum reden überwinden. Nichts desto trotz hat sie sich ihre Prinzipien bewahrt. Innerhalb der Geschichte entwickelt sie sich zu einer starken Persönlichkeit und gewinnt an Selbstvertrauen, was mir sehr gut gefallen hat. Adam ist Juliettes gutaussehender Gegenpart, der versucht sie aus ihrer Verschlossenheit zu locken und seine eigenen Geheimnisse verbirgt.

Spannend fand ich auch den "Bösewicht" des Buches - Warner, der Juliette als seine Waffe einsetzen will. Anfangs dominiert Härte seinen Charakter, später lernen wir aber auch andere Facetten von Warner kennen. Die Geschichte ist gespickt mit Andeutungen die sich um Warners Vergangenheit ranken. Leider werden sie in dem ersten Band der Reihe nicht aufgelöst, sodass ich gespannt bin, was wir in den nächsten Teilen noch über Warner lernen können.

Die Geschichte ist spannend und romantisch, wobei ich zugeben muss, dass mir der Teil der Geschichte, in dem beschrieben wird, wie sich Juliette und Adam näher kommen, verhältnismäßig zu viel Platz eingeräumt wurde. Damit meine ich nicht, dass mir die romantischen Stellen nicht gefallen haben - im Gegenteil, ich habe sogar ein paar Tränen verdrückt (Ich heule sehr schnell bei Büchern.) - aber insgesamt waren es mir einfach zu viele Ausführungen von Liebesgeständnissen, da dem Leser ja schon sehr schnell klar wird, was sich da zwischen Juliette und Adam entwickelt. Trotzdem war die Geschichte sehr spannungsgeladen und hat mir sehr gut gefallen.

Besonders schön hat mir auch Tahereh Mafis Erzählweise gefallen. Die Geschichte wird aus Juliettes Perspektive erzählt, die ihren Charakter und die innere Zerrissenheit zwischen der Angst und dem Wunsch jemanden zu berühren wunderbar widerspiegelt. Gerade anfangs finden sich so viele durchgestrichene Gedanken im Text, die Juliette sich wohl nicht eingestehen  möchte. Außerdem benutzt die Autorin eine bildhafte Sprache zur Verdeutlichung. Ein kleines Beispiel:
"Die Erde ist eine Scheibe. Das weiß ich, weil ich vom Rand gestoßen wurde, und seit 17 Jahren versuche mich daran festzuhalten. Seit 17 Jahren versuche ich wieder auf die Scheibe zu klettern, aber man kann die Schwerkraft nicht bezwingen, wenn niemand einem die Hand reicht."

Ich werde die Reihe definitiv weiterlesen und möchte sie jedem ans Herz legen, dem Dystopien mit romantischem Einschlag gefallen.
vier Sterne Rezension

"Ich fürchte mich nicht" von Tahereh Mafi
Übersetzt von Mara Henke | Originaltitel: Shatter me
Verlag: Goldmann | Seiten: 320
Reihe: Shatter me-Reihe, Band 1 | Band 1,5: Zerstöre mich
ISBN: 978-3-442-47849-1

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